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Mannschaftsärzte der Heilbronner Falken

 
   

SchulterschmerzenDie Schulter besteht aus 5 Gelenken, knapp 30 Sehnen und Muskeln bewirken Stabilität und erlauben Mobilität. Die Diagnosefindung und somit erfolgreichte Therapie wird durch Schmerzüberlagerungen aufgrund möglicherweise vorliegender Erkrankungen der Halswirbelsäule erschwert. Die Behandlung der Schulter bedarf somit sowohl von Seiten des Arztes als auch des mitbehandelnden Physiotherapeuten eines hohen Wissens- und Qualifikationsstandard, um der Kompexität des Schultergelenkes gerecht werden zu können.

 

Aus diesem Grund haben wir in unserer Praxis eine spezielle Schultersprechstunde initiiert. Hier wird nach Erhebung einer ausführlichen Krankheitsgeschichte und Schmerzanamnese durch eine körperliche Untersuchung und apparative Diagnostik  - meist mit dynamischer Untersuchung der Schulter mit einem modernen, hochauflösenden Ultraschallgerät - die Ursache des Schmerzes eruiert. Eine kernspintomographische Untersuchung des Schultergelenkes ist in den meisten Fällen nicht notwendig.

 

Schulterinstabilität

 

Anatomisch bedingt ist das Schultergelenk weichteilgeführt, d.h. die richtige Balance zwischen Mobilität und Stabilität ist wichtig um ein Ausrenken der Schulter zu verhindern.
Unterschieden wird einerseits die atraumatische (nichtunfallbedingte) Instabilität mit lockerem Weichteilgewebe, die in aller Regel mittels pyhsiotherapeutischer Beübung stabilisiert werden kann, zudem die willkürliche Instabilität, bei der es durch willkürlichen Muskelzug zur Gelenkauskugelung kommt. Sollte trotz eines intensiven Rehabilitationsprogrammes keine Stabilität erreicht werden, so kann arthroskopisch eine Verkleinerung der Gelenkkapsel erfolgen.
Anderseits ist die traumatische Schulterinstabilität zu unterscheiden, bei der ein Unfallmechanismus über Schädigungen der Weichteilstabilisatoren für das Auskugeln des Gelenkes verantwortlich ist. Somit müssen die geschädigten Strukturen, der abgerissene Kapsel-Labrum-Komplex, wieder refixiert werden.

Operation (traumatische Instabilität)

Standard ist die arthroskopische Operation. Über kleinen Hautschnitte werden Kamera sowie Arbeitswerkzeuge in die Schulter eingeführt. Somit lassen sich alle Bereiche des Gelenkes darstellen. Zunächst wird eine diagnostische Arthroskopie zur Beurteilung des Verletzungsausmaßes des Pfannenrandes und der Kapselbandstrukturen sowie zur Beurteilung zusätzlicher Schäden durchgeführt. Anschließend erfolgt die arthroskopische Stabilisierung mittels Refixation des abgelösten Kapsel-Labrum-Komplexes (Gelenklippe)  am Pfannenrand.  Hierbei werden spezielle Nahtankersystem verwendet.

Nachbehandlung

Nach der Operation ist eine Ruhigstellung des Armes für 3 Wochen. Begleitend werden physiotherapeutische Behandlungen unter Berücksichtigung der Schmerzgrenze sowie passive Übungen auf einer Schulterbewegungsschiene (nach Genehmigung durch die Krankenkasse) durchgeführt. Es schließt sich eine aktive Bewegungsphase mit nachfolgendem Kraftaufbau an. Bürotätigkeiten können nach 5-6 Wochen wieder aufgenommen werden, körperliche Arbeiten nach ca. 3-4 Monaten. Die Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität ist abhängig von der spezifischen sportlichen Belastung und wird individuell abgesprochen – Rückkehr zum Kontaktsport in der Regel nach 4 Monaten. 

 

Schultersteife

Die Schultersteife, frozen shoulder oder auch adhäsive Kapsulitis ist eine, in der Regel, selbstlimitierende Erkrankung (ca. 2 Jahre Dauer) des Schultergelenkes mit 3-phasigem Verlauf. In der ersten Phase treten Schmerzen und Verlust der Beweglichkeit auf. Durch die weitere Schrumpfung der Gelenkkapsel zeigt sich schließlich eine hochgradige Einschränkung der Beweglichkeit („frozen“). In der dritten Phase bildet sich die Kapselreaktion zurück bilden, so dass eine normale Beweglichkeit resultiert.

Behandlung

In der ersten Phase kann mittels Cortison-Stufenschema versucht werde, den Kapselreiz zu minimieren und anschließend mittels intensiver Physiotherapie das weitere „Einsteifen“ zu verhindern. Dennoch verbleiben oft Funktionseinschränkungen, Bewegungs- und Ruheschmerzen, oder die lange Krankheitsdauer wird nicht toleriert. In diesem Fall besteht die Möglichkeit der operativen Intervention.

Operation

Standard ist die arthroskopische Operation. Über kleinen Hautschnitte werden Kamera sowie Arbeitswerkzeuge in die Schulter eingeführt. Somit lassen sich alle Bereiche des Gelenkes darstellen. Es wird arthroskopisch die geschrumpfte Gelenkkaspel durchtrennt, bis das Gelenk frei beweglich ist. Im subakromialen Raum – dem Gleitraum der Sehne – werden die entzündeten Weichteile (krankhaft veränderter Schleimbeutel) unter dem Schulterdach entfernt. Die Vergrößerung des subakromialen Gleitraumes erfolgt durch die Entfernung der knöchernen Veränderungen des Schulterdaches mit Hilfe minimalinvasiver Präzisionsfräsen.

Nachbehandlung

Nach der Operation ist der Arm nicht fixiert und darf/soll im schmerzfreien Bereich eingesetzt werden. Begleitend werden physiotherapeutische Behandlungen unter Berücksichtigung der Schmerzgrenze sowie passive Übungen auf einer Schulterbewegungsschiene (nach Genehmigung durch die Krankenkasse) durchgeführt. Leichte Arbeiten sind nach 3-4 Wochen, leichtere Überkopfarbeit nach 8-10 Wochen und schwere körperliche Arbeit nach 12-14 Wochen möglich. Freie Beweglichkeit ist trotz intensiver Nachbehandlung teilweise erst nach 6 (-12) Monaten  erreicht. Die Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität ist abhängig von der spezifischen sportlichen Belastung und wird individuell abgesprochen.

Muß ich mich operieren lassen?


Dies kommt natürlich auf das Ausmaß der Schädigung an. In den meisten Fällen kann durch eine intensive konservative, also nicht operative Therapie eine Operation umgangen werden. In der Therapie hat insbesondere eine krankengymnastische Therapie einen hohen Stellenwert.
In den wenigen Fällen, in denen eine konservative Therapie nicht zum Erfolg geführt hat oder eine schwere, akute Verletzung vorliegt, muß eine Operation in Betracht gezogen werden. Auch im Bereich der Schulter lassen sich die meisten Erkrankungen über eine Arthroskopie behandeln. Große Schnitte gehören in der Regel der Vergangenheit an. Selbst große Risse der Rotatorenmanschette können wir heute arthroskopisch reparieren.


Operation ambulant oder stationär?

Modernste Instrumentarien und Medizinprodukte ermöglichen uns nicht nur die vollarthroskopische Durchführung der Operation. Gepaart mit hoher Erfahrung nicht nur des Operateurs, sondern auch des OP Teams haben wir sehr zügige Operationszeiten. Der postoperative Schmerz hält sich somit in Grenzen. Unterstützt wird dies durch moderne Schmerztherapieverfahren.
 
Eine stationäre Operation ist nur noch selten notwendig, beispielsweise bei Patienten mit schweren Herzerkrankungen. Im Rahmen einer präoperativen Abklärung wird nach möglichen Risiken für Narkose oder Operation gefahndet und ggf. eine stationäre Operation empfohlen.

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