Adresse & Anfahrt

Bahnhofstraße 1
im Neckarturm
74072 Heilbronn
   
  Kontakt Praxis
Telefon 07131 / 89 88 86 - 0
Fax 07131 / 89 88 86 - 9
   
  Kontakt Praxisklinik + OP
Telefon 07131 / 89 88 86 - 70
Fax 07131 / 89 88 86 - 9
   
Web www.ihre-orthopaeden.de
Email info@ihre-orthopaeden.de
Parkplätze Parkplätze für Patienten
Einfahrt IBIS Hotel
   
Stadtbahn Stadtbahnhaltestelle
Kurt-Schumacher-Platz
   
Bushaltestelle Bushaltestelle der Linien
1, 5, 8, 10, 12, 13, 61,
62, 63, N1, N2, 604, 681
   
Deutsche Bahn Hauptbahnhof
Heilbronn 200 m

Knorpelschaden - was nun?

Der Knorpel in einem Gelenk ist die Gleitschicht, die ein schmerzloses Bewegen der Gelenke ermöglich. Im Kniegelenk ist die Knorpelschicht ca. 3mm dick. Da der Knorpel an sich nicht schmerzhaft ist, treten Beschwerden erst nach einer größeren strukturellen Schädigung auf, wenn entzündiche Reaktionen eintreten. Die Ursache von Flüssigkeitsbildung (Erguß) in einem Gelenk gilt es somit immer schnell, meistens mittels einer Kernspintomograpgie (MRT) abzuklären. Bei einer Knorpelschädigung (Chondropathie) Grad 3 oder 4 kann das Gelenk mit regenerativen Prozessen ein Fortschreiten der Schädigung nicht mehr aufhalten.  

 

Ab einer gewissen Defektgröße im Knorpel sollte ein weiteres Fortschreiten der Schädigung durch ein operatives Verfahren unterbunden und der Defekt im Knorpel repariert werden. Bei einer zu großflächigen Schädigung ist ein gelenkerhaltendes Verfahren nicht mehr möglich. In dieses Fällen bleibt dann meist nur noch ein Oberflächenersatz des ganzen Gelenkes (TEP) oder eines Teilbereiches (Schittenendoprothese). 

 

Viele Operateure sind der Ansicht, dass eine Reparatur von Knorpelschäden nur jungen Patienten vorbehalten werden sollte, da mit zunehmendem Alter die Möglichkeit ein suffizientes Regenerat zu bilden nicht mehr möglich sei. Neue internationale Studien konnten dies nun widerlegen (1). Diese nun auch publizierten Ergebnisse decken sich mit unseren langjährigen Erfahrungen und dem Behandlungsalgorithmus der ACOS Praxisklinik.   

 

Je nach Defektgröße eines Knorpelschadens wendet Dr. Eckardt verschiedene operative Therapien an:


•    Mikrofrakurierung nach Steadman
•    Knorpel-Knochen-Transplanation (OATS)
•    matrixgekoppelte Knorpelzelltransplantation (MACI)

Nicht bewährt in der Therapie des Knorpelschadens hat sich die Knorpelglättung, da es hier in vielen Fällen später zu einer Zunahme des Knorpelschadens kommt.




Mikrofrakturierung nach Steadman


KnorpelschadenBei der Mikrofrakturierung wird nach Entfernen der zerstörten Knorpelfragmente der freiliegende Knochen mit einem speziellen Häkchen bearbeitet. Es kommt gewünscht zu einer Blutung aus dem Knochenmark. Die hierin erhaltenen Stammzellen führen zu einer Differenzierung in neue Knorpelzellen. In der Nachbehandlung muss eine strikte Entlastungszeit von meist 6 Wochen eingehalten werden. Die Entlastung kann in vielen Fällen mit modernen Orthesen gewährleistet werden, sodass die Zeit für Gehstöcke reduziert werden kann.  Die Technik ist nur kleineren Schäden, also nicht großflächigen Schäden vorbehalten. 



KnorpelschadenKnorpelknochentransplantation (OATS)

Tiefe bis in den Knochen übergehende Defektarreale können gut mit der sogenannten OATS Technik behoben werden. Hierbei werden kleine Knorpel-Knochen-Zylinder aus einem wenig belasteten Teil des Kniegelenkes entnommen. Diese Zylinder werden in den Defektbereich implantiert. Vorteile der Operationsmethode sind die Möglichkeit des schnellen postoperativen Belastungsaufbaus durch die primär stabile Verankerung. Nachteile liegen in der Möglichkeit der Enstehung von Beschwerden an der Entnahmestelle.


Matrixgekoppelte Knorpelzelltransplantation (MACI)

KnorpelschadenBei einer Knorpelzelltransplantation wird körpereigenenes Knorpelgewebe in einem Speziallabor gezüchtet. Früher mußte bei einer Operation das Kniegelenk eröffnet  und ein Knochenhautlappen aus dem Schienbein entnommen werden. Dieser wurde dann auf den Defekt aufgenäht und die Suspension von Knorpelzellen unter diesen gespritzt. Ein für das Kniegelenk sehr traumatisierender Eingriff. Aufgrund der doch guten Langzeitergebnisse wird dieses Verfahren auch heute noch in vielen Kliniken angewandt.

Trotz der insgesamt ermutigenden Ergebnisse: auch die Knorpelzelltransplanation in der oben beschriebenen Technik hat Nachteile. Eine liegt in der bereits beschriebenen großen Operation mit Eröffnung des Gelenkes und zurückbleiben- den Narben. Zudem hatte die Therapie Fehlschläge: So löste sich in Einzelfällen der Knochenhautlappen mit den daran fixierten Knorpelzellen. Es  werden Fälle beschrieben, bei denen sich viel zu viel Knorpelgewebe gebildet hat.

Doch die Entwicklung ging auch an der Knorpelzelltansplantation nicht vorbei. Heute können Speziallabore die angezücheteten körpereigenen Knorpelzellen auf ein Trägermaterial (Kollagenflies) aufbringen. Die Zellen reifen im Körper weiter zu hyalinen (belastbaren) Knorpel heran. Das Trägermaterial löst sich allmählich vollständig auf.

Dr. Eckardt wendet ein Operationsverfahren an, bei dem das mit Knorpelzellen bedeckte Flies voll arthroskopisch in das Gelenk implantiert werden kann. Es entfällt die Eröffnung des Gelenkes. Zudem erfolgt eine Fixation direkt im Knochen, sodaß der intakte Knorpel der Randzone nicht verletzt wird.

Weitere Informationen zur Knorpelzelltransplantation finden Sie hier. Oder vereinbaren Sie einen Termin in unserer Kniespezialsprechstunde. Verweisen Sie hierbei auf die Knorpelzelltransplantation und bringen Sie vorhandene Unterlagen wie Operationsberichte und soweit vorhanden aktuelle Kernspintomographie- und/oder Röntgenbilder mit.

 

 

 

 

(1)   Filardo et al.: Age Is Not a Contraindication for Cartilage Surgery: A Critical Analysis of Standardizised Outcomes at Log-term Follow-up. 2017. The American Journal of Sports Medicine. 

Adresse & Kontakt:

Bahnhofstraße 1

74072 Heilbronn

 

Tel. 07131 / 89 88 86 0

info@ihre-orthopaeden.de