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Mannschaftsärzte der Heilbronner Falken

 
   

Die vordere Kreuzbandverletzung ist eine häufige Sportverletzung. Die größte Anzahl der Kreuzbandverletzungen sieht man in den Sportarten Fußball, Ski alpin und Handball. Die Verletzungshäufigkeit nimmt in den letzten Jahren kontinuierlich zu, insbesondere bei Kindern sehen wir eine dramatische Zunahme dieser schweren Knieverletzung. In diesen Sportarten kommt der Prävention eine große Bedeutung zu. Die ACOS Praxisklinik bietet regelmäßig Kurse für Trainer und Interessierte zur Prävention an.  


Kreuzbandriss ohne Operation?

Eine Verletzung am vorderen Kreuzband erfordert eine individuelle Therapie, angepasst an die Art der Ruptur der Kreuzbandverletzung, Begleiterletzungen und Ausmaß der Einblutung im Gelenk. Eine vordere Kreuzbandersatzplastik sollte entgegen häufiger Praxis in den meisten Fällen eben nicht unmittelbar nach der Verletzung durchgeführt werden. In vielen Fällen kann durch eine richtige nicht-operative Therapie das vordere Kreuzband erhalten werden und eine Ersatzplastik vermieden werden. Durch die Verletzung kommt es im Kniegelenk zu einer Ausschüttung von Stammzellen und Wachstumsfaktoren. Abhängig von der Verletzung und Reaktion des Körpers kann mit einer Injektion in das Kreuzband mit aus dem Blut gewonnenen Stammzellen und Wachstumsfaktoren die Heilung des Kreuzbandes gefördert werden. In manchen Fällen führen wir die healing-response Technik durch, um eine ausreichende Reaktion des Gewebes und somit Stabilisierung des Kreuzbandes zu erreichen. Die eintretende Vernarbung im verletzten Kreuzband führt in vielen Fällen zu einer ausreichenden Stabilität. Und das eigene Kreuzband zu erhalten loht sich: in ihm befinden sich wichtige Rezeptoren, die für die muskuläre Stabilisierung des Gelenkes verantwortlich sind. Seit über 15 Jahren wendet Dr. Eckardt dieses insgesamt noch zu selten angewandte Verfahren an und kann auf eine Vielzahl von Patienten zurückblicken, bei denen das eigene Kreuzband erhalten wurde.

 

Letzten Endes entscheidet neben Alter des Patienten, Aktivität und Gelenkstatus (z.B. Ausmass einer schon vorliegenden Kniegelenksarthrose) das Ausmass der Instabilität über die Notwendigkeit einer Operation. Bei geringer körperlicher Aktivität kann auch bei nicht operativer Therapie und nicht zu großer Instabilität ein guter Funktionszustand erhalten werden. Ein zu grosses Gelenkspiel führt zu Sekundärschäden an Knorpel und Menisken und somit zur Arthrose.

 

Zusammenfassend muss eine Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes (vordere Kreuzbandersatzplastik) bei deutlicher Instabilität, höherer körperlicher Aktivität und sportlichem Anspruch an das Gelenk empfohlen werden. Eine grosse Liste weiterer Faktoren, wie angeborene Bandlaxizität oder Achsfehlstellungen, erfordern immer eine individuelle Beratung. 



Was ist der richtige Zeitpunkt für eine Operation?

KreuzbandrissBei einer Kreuzbandverletzung kommt es neben der Einblutung zu einer Freisetzung von Entzündungsmediatoren. Somit sollte eh vor einer angesetzten Operation erst eine Abschwellung des Gelenkes erfolgen. Diese Zeit nutzen wir bei ACOS für die individuell auf den Patienten und seine Verletzung abgestimmte Therapie. Sollte später eine Kreuzbandersatzplastik erfolgen, geht keine Zeit verloren. 

 

Ein zu früher Operationzeitpunkt hingegen führt zu einem Anstieg der Komplikationrate und in nicht wenigen Fällen zu Bewegungseinschränkungen, die sehr schwer zu therapieren sind. 

Bei einer frischen Verletzung des vorderen Kreuzbandes sollte zügig eine Kernspintomographie (MRT) erfolgen, um zusätzliche Begleitverletzungen an Menisken, Knorpel und Seitenbändern aufzudecken. Auch die Kombination der Verletzungen bestimmt den Zeitpunkt der Operation.

 

Die häufig gerade an Skiorten angebotene sofortige operative Versorgung ist nicht immer optimal! In vielen Fällen ist eine Versorgung erst einige Wochen nach dem Unfall, bei reizlosem Knie zur Vermeidung von Komplikationen zu empfehlen. 

 

 

Welche Operationstechnik ist die beste?

Kreuzbandriss

Bei rechtzeitiger Versorgung des verletzten Kniegelenks mit einer externen Stabilisierung durch eine Orthese kann in nicht wenigen Fällen das eigene Kreuzband erhalten werden. In diesen Fällen wird mit Stammzellen, Wachstumsfaktoren und Reparaturzellen eine ausreichende Stabilisierung des verletzten Bandes erreicht. Das eigene Kreuzband ist dem Transplantat (VKB-Ersatzplastik) überlegen, da Bewegungsmelder über Reflexe das Knie muskulär stabilisieren und somit Folgeverletzungen seltener auftreten. Das bei uns seit über 15 Jahren erfolgreich durchgeführte minimal-invasive Verfahren der healing-response Technik ist in diesem Beitrag näher beschrieben.

 

Bei einer Kreuzbandersatzplastik wird das Transplantat (Semitendinosussehne sog. “Hamstrings”, Patellasehne, Quadricepssehne oder Allograft) wird individuell für jeden Patienten ausgewählt. Einflußfaktoren der Auswahl sind beispielsweise Beruf, ausgeübte Sportarten und Ausmaß der Verletzung der Seitenbänder.


Die meisten grossen und erfahreren Zentren bevorzugen die Entnahme der Hamstrings (Semitendinosussehne, auch kombiniert mit der Gracilissehne). Auch wir bevorzugen in den meisten Fällen die Semitendinosussehne als Transplantat. Durch eine spezielle Entnahmetechnik ist die Länge der Sehne in der Regel ausreichend, um durch einen 4fach Strang den idealen Transplantatdurchmesser für das verletzte Knie zu erhalten. In dieser OP-Technik ist eine Entnahme der Gracilissehne in den allermeisten Fällen nicht nötig. Somit kann eine relevante Schwächung der Innendrehung und der Beuger im Kniegelenk vermieden werden, was insbesondere für Fußballer ein wichtiges Kriterium ist.

Aufgrund des Kostenvorteils von Titanschrauben gegenüber von bioresorbierbarern Schrauben (“Zuckerschrauben”) wird das Transplantat leider noch immer von einigen Operateuren mit der günstigeren Metallvariante fixiert. Wir bei ACOS verwenden die bioresorbierbare Variante, die im Laufe der Zeit vom Körper enzymatisch aufgelöst werden. Die von uns verwendete Schraube besitzt Perforationen, in der Knochen schnell einwächst, was zu einer weiteren Verbesserung der stabileren Verankerung des Kreuzbandtransplantats führt.

Der große Vorteil dieser neueren Implantate ergibt sich insbesondere bei einer erneuten Operation z.B. aufgrund eines neuerlichen Unfalls. Bei einliegenden Metallschrauben ist die Entfernung nach Jahren sehr aufwendig und hinterläßt gerne große Knochendefekte und verschlechtert somit die Ergebnisse einer erneuten Operation.

 

Durch die schonende OP Technik und wird dieser Eingriff bei uns in aller Regel ambulant durchgeführt.

 



Prävention und Sekundärprävention

Vorbeugung ist gerade bei Risikosportarten wie Fußball, Ski alpin und Handball leider noch immer ein vernachlässigter Punkt. Neue Studien haben gezeigt, daß durch ein konsequentes Präventionstraining die Verletzungen des vorderen Kreuzbandes um bis zu 90 Prozent gesenkt werden konnten. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

 

Sollte es doch zu einer Verletzung mit oder ohne Operation gekommen sein, ist es wichtig die Ursache der Verletzung zu evaluieren. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist es kein Schicksalsschlag, sondern in den allermeisten Fällen liegen anatomische Besonderheiten als Ursache der Verletzung vor. Das Risiko für eine erneute Kniegelenksverletzung kann nur durch eine gezielte individuelle Therapie gesenkt werden.

 

Unsere Patienten klären wir entsprechend auf und verweisen auf entsprechende Programme, beispielsweise das von den Mitgliedern der Deutschen Kniegesellschaft (DKG) entwickelte Präventionsprogramm

 

  

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