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Was ist der Meniskus?

Jedes Knie hat einen Innen- und Außenmeniskus. Der Meniskus ist eine Art Puffer im Kniegelenk. Er besteht aus Fasergewebe. Aufgrund des im Laufe der Jahre zunehmenden Flüssigkeitsverlustes läßt die Elastizität des Gewebes nach und es kommt auch ohne konkete Unfälle zu Einrissen im Meniskus.



Symptome eines Meniskusrisses:


MeniskusschadenRisse kommen besonders häufig im Bereich des Innenmenikus vor. Symptome eines gerissenen Meniskus können sein:

•    plötzlich einschießende Schmerzen
•    Flüssigkeitsansammlung im Gelenk
•    Blockierungsphänomene
•    schmerzhaft bewegungseingeschränktes Kniegelenk





Diagnostik

MeniskusschadenDie Diagnose kann in der Regel allein durch eine sorgfältige Untersuchung gestellt werden. Eine Kernspintomographie des Kniegelenkes ist nur bei unklaren Befunden notwendig.



Therapie


MeniskusschadenEine Alternative zur Operation (Arthroskopie)  insbesondere bei vorliegenden Beschwerden gibt es in der Regel nicht. Der Riß führt mittelfristig zu Knorpelschäden. Liegen schon großflächige Knorpelschäden vor, muß unter Berücksichtigung aller vorliegenden Befunde (u.a. Röntgenbild) entschieden werden, ob eine Arthroskopie noch erfolgversprechend ist. Entgegen einer weitläufig vertretenen Meinung ist eine Meniskussanierung selbst bei vorliegender Arthrose auch im hohen Lebensalter in vielen Fällen erfolgversprechend (*).
(*) Roposch et al.: Die arthroskopische Teilmeniskektomie bei älteren Patienten: Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Z Orthop 141 (2003) 563-569



Teilentfernung oder Naht?


MeniskusschadenMeniskusschadenGenerell erstreben wir bei jeder Operation den Erhalt körpereigenen Gewebes. Inwieweit eine Naht des Menikus möglich ist, kann letzten Endes erst intraoperativ entschieden werden. Kriterien, welche in die Entscheidung einfließen sind neben der Rißform, die Qualität des Restgewebes, die Stabilität des Kniegelenkes und das ”biologische Alter” des Patienten.
Während bei einer Teilentfernung des Meniskus bereits am Tag der Operation das operierte Bein voll belastet werden kann, muß bei einer Naht eine Entlastung an zwei Unterarmgehstöcken für mindestens zwei Wochen erfolgen.

 

 

 

 

Vorteile in der von uns verwendeten Technik der Meniskusnaht sind:

•    keine Gefahr von Knorpelschäden durch auf der Meniskusoberfläche aufliegende harte Komponenten
•    keine Beeinträchtigung der Stoßdämpfer-
funktion, da kein hartes Material im Menikus verbleibt
•    hohe Ausreißkraft der Naht




Meniskustransplantation

Eine Entfernung größerer Anteile von Meniskusgewebe (Meniskektomie) galt noch vor Jahren als Standard in der Behandlung von Meniskusrissen. Mittlerweile ist bekannt, daß die Menisketomie zu degenerativen Veränderungen im Kniegelenk, der Arthrose führt.
Der Erhalt von Meniskusgewebe, also eine Naht des Meniskusrisses sollte somit unbedingt versucht werden. Einige Meniskusverletzungen lassen eine Naht nicht zu, sodaß die zerstörten Anteile entnommen werden müssen. Wenn größere Anteile entfernt wurden, kann eine Meniskusimplanation mit dem CMI durchgeführt werden.
Das Collagen Meniskus Implantat (CMI™) ist eine resorbierbare Kollagenmatrix mit einer schwammartigen Struktur und einer Form ähnlich dem menschlichen Meniskus. Das Implantat wird bei Patienten mit einem irreparablen, partiellen Meniskusschaden in einem arthroskopischen Eingriff anstelle des defekten oder entfernten Meniskusgewebes eingenäht. Das CMI™ dient als Leitschiene für das Einwandern von körpereigenen Zellen, die Stück für Stück das Meniskusgewebe wieder herstellen, während das Implantat selber resorbiert wird bis nur noch das regenerierte Gewebe übrig bleibt. Für die Bildung von neuem Meniskusgewebe braucht das Knie die entsprechende Schonung und Ruhe. Die Nachsorge nach einer CMI™ Operation ist vergleichbar mit der nach einer Meniskusnaht.
Die Sicherheit und Wirksamkeit des CMI™ wurden mittels klinischen Studien in den USA und Europa bei mehr als 250 Patienten ermittelt. Nach mehrjährigen Labor- und Tierstudien wurden ab 1993 die ersten Patienten in den USA mit dem Implantat behandelt. Nachkontrollen (Re-look Arthroskopie) mit Biopsien von Patienten der amerikanischen Studie weisen die Bildung von neuem Gewebe nach und die Mehrzahl der Patienten bestätigte eine Verbesserung der Beweglichkeit und eine signifikante Abnahme der Schmerzen 1 und 2 Jahre post-operativ verglichen mit einer Kontrollgruppe bei der eine Meniskektomie durchgeführt wurde. Aufgrund der guten Resultate der europäischen Studie wurde das Produkt in Europa durch die zuständigen Behörden Anfang 2000 mit der CE Markierung zugelassen.
Die neue Behandlungsmethode bietet eine echte Alternative zur Meniskusentfernung um die fortschreitenden degenerativen Veränderungen im Kniegelenk, die nach einer Meniskektomie auftreten, zu verlangsamen oder gar zu verhindern. Besonders diejenigen Patienten, bei denen eine frühere Meniskusbehandlung die Schmerzen nicht zufriedenstellend lindern konnte, können von dieser Behandlung profitieren.
Da keine großen Langzeitergebnisse vorliegen, sollte die Indikation zu diese Therapie jedoch kritisch gestellt und nur in besonderen Einzelfällen vorbehalten sein.

 

 

 

 

 

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