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Patienteninfos

Liebe Patientin, lieber Patient,
auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen wertvolle Tips und Links, sowie Hilfestellungen zu Ihrer Erkrankung oder Problemen geben.

Wir klären Sie über die häufigsten Fragen zu ambulanten Eingriffen auf. Sie erhalten wichtige Hinweise, die vor der Operation zu beachten sind und bekommen einen Einblick in den Ablauf nach der Operation. Sie benötigen noch ein Medikament, aber Ihre Apotheke hat schon geschlossen? Klicken Sie auf Notdienstfinder...

Darüber hinaus möchten wir Sie über neueste Behandlungsverfahren und interessante Informationen zu einzelnen Erkrankungen auf dem Laufenden halten. Weiterführende Fragen zu Operationen oder einzelnen nicht-operativen Behandlungsverfahren klären wir gerne im Rahmen eines Vorstellungstermins in unserer Praxis.


Gartenarbeit ohne Reue – 8 Tipps von den Orthopäden der AGA, wie Sie Ihre Kniegelenke schonen



Blumen pflanzen, Sträucher schneiden, Unkraut jäten: Sommerzeit ist Gartenzeit. Wir erfreuen uns an Blumenpracht und Co., müssen aber auch viel für diese Schönheit tun. Bei den meisten Gartenarbeiten gehen wir tief in die Knie und belasten über Stunden unsere Gelenke. 
Hockende Tätigkeiten, wie sie bei der Gartenarbeit zum Pflanzen, Schneiden oder Unkraut zupfen nötig sind, belasten unsere Gelenke, insbesondere das Knie. 
Ober- und Unterschenkel belasten mit vermehrter Druckwirkung das Kniegelenk. In der äußersten Beugehaltung werden die hinteren Meniskusanteile im Kniegelenk regelrecht gequetscht. Verharrt man lange in der gebeugten Position wird außerdem die Oberschenkelmuskulatur maximal gedehnt und es entsteht ein hoher Druck im Gleitlager der Kniescheibe. Ist das Knie aufgrund einer Verletzung oder einer Arthrose schon geschädigt, gilt es besonders gut aufzupassen und eine Überbelastung zu vermeiden. 

Was Sie tun können, um Ihre Kniegelenke zu schonen:

  1.  Dehnen Sie sich bevor Sie loslegen 
    Nehmen Sie sich kurz 2-3 Minuten Zeit und dehnen Sie Ihre Bein- und Rückenmuskulatur, bevor Sie mit der für den Körper einseitig belastenden Gartenarbeit beginnen. Sie steigern damit die Durchblutung Ihrer Muskulatur, bereiten sie auf die Belastung vor und fühlen sich insg. wohler und leichter. Legen Sie sich auf den Bauch, winkeln ein Bein an (Beugen des Kniegelenk) und greifen die Knöchelregion mit der gleichseitigen Hand. Dann ziehen Sie den Bauch ein, drücken Ihr Becken gegen den Boden, versuchen leicht das Knie von der Unterlagen (Boden) zu heben und beugen das Kniegelenk mit der gleichseitigen Arm bis Sie den Dehnreiz spüren. Daraufhin führen Sie die Übungen abwechselnd mit beiden Beinen 6-8 Mal durch.
  1.  Knieschonende Unterlage oder kleinen Hocker verwenden 
    Benutzen Sie so oft es geht ein Kniepolster oder eine Knieunterlage, die es für wenig Geld überall zu kaufen gibt, oder nehmen Sie einfach eine kleine weiche Matte. Für viele Tätigkeiten kann man sich auch auf einen kleinen Hocker setzen und sich so immer mal wieder ausruhen. 
  1.  Häufiger die Tätigkeiten wechseln 
    Suchen Sie sich von Anfang an mehrere Aufgaben, die Sie im Garten verrichten wollen und wechseln sie zwischen hockenden und stehenden Tätigkeiten öfters hin und her. So vermeiden Sie es, länger als ein paar Minuten in der Hockposition zu verharren. 
  1.  Machen Sie zwischendurch immer wieder kurze Lockerungsübungen
    Verharrt man lange in einer Position verliert der Knorpel im Gelenk seine Flüssigkeit. Das Gefühl von „ich bin ganz steif geworden“ ist ganz typisch dafür. Die Flüssigkeit hält das Gelenk elastisch. Eine kleine Übung lockert das Gelenk wieder und löst ggf. auch eine Gelenkblockade. 
    Beispielübung: 
    Stellen Sie ein Bein (Standbein) auf einen Tritt oder eine Treppenstufe und halten sich mit einer Hand fest. Beugen Sie das Standbein leicht und lassen Sie das andere Bein (Spielbein) einfach nach unten hängen. Pendeln Sie das Spielbein nun leicht und locker vor und zurück, ca. 30 Sek. lang. Dann wechseln Sie die Beinposition. Achten Sie dabei darauf, dass das Knie des Standbeins gerade bleibt und nicht nach innen oder außen knickt. Jeweils zwei Durchgänge sind empfehlenswert. 
  1.     Gartengeräte mit längenverstellbaren Stiel einsetzen 
    Viele Gartengeräte wie z.B. Unkrautstecher, Greifer, Kultivator oder Grubber gibt es mit einem längenverstellbaren Stiel. Das ist zwar eine Extra-Anschaffung, da Gartengeräte ja i.d.R. nicht abnutzen, aber lohnt sich trotzdem. Bücken oder hocken ist nicht mehr nötig, die Arbeiten kann man nun bequem in aufrechter Position verrichten. 
  1.  Stützen Sie sich beim Aufstehen ab 
    Vermeiden Sie es, abrupt und hektisch aufzustehen und stehen Sie am besten abgestützt auf einen Hocker oder etwas anderes Festes auf. Stellen Sie dabei ein Bein vor und drücken sich dann hoch. So vermeiden unnötige Belastungen Ihres vielleicht schon vorgeschädigten Kniegelenks. 
  1.  Kühlen hilft gegen Schmerzen
    Haben Sie nach der Arbeit im Freien dennoch verstärkt Schmerzen im Kniegelenk hilft es das schmerzende Gelenk zu kühlen. Ein Quarkwickel ist ein bewährtes Hausmittel, das die Entzündung aus dem Körper zieht. 
  1.  Trainieren Sie täglich Ihre Beinmuskeln
    Gut trainierte Beinmuskeln sorgen für Bewegungskraft, sichern die Stabilität des Gelenks und schonen den Bandapparat. Es muss nicht unbedingt Sport sein, um etwas für die Beinmuskeln zu tun. Wer so oft es geht, die Treppe statt des Fahrstuhls nimmt, Rad fährt und das Auto stehen lässt und spazieren geht, statt auf der Couch zu sitzen, tut schon viel für seine Beinmuskeln. 


Wann sollte man zum Arzt gehen? 
Bei anhaltenden Schmerzen sollte man seinen Hausarzt aufsuchen. Klick-Geräusche im Kniegelenk, die mit einem stechenden Schmerz verbunden sind, deuten beispielsweise auf einen Meniskus-Schaden hin. Ihr Hausarzt wird Sie ggf. an einen Facharzt überweisen. 

AGA, Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie
Die AGA ist die größte europäische Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie mit derzeit mehr als 4.000 Mitgliedern. Die Ziele der AGA sind unter anderem Nachwuchsförderung, Weiterbildung, Standespolitik im Zusammenhang mit der Arthroskopie und Gelenkchirurgie, Sicherung und Kontrolle der Qualität und die Unterstützung und Finanzierung von wissenschaftlichen und klinischen Projekten. Die AGA hat ihren Sitz in der Schweiz.

 

 

 

Was ist Arthroskopie?

Die Arthroskopie wurde erstmailig 1962 von Watanabe noch mit großlumigen Hülsen und Optiken von mehreren Zentimeter Durchmesser durchgeführt. In den 70er Jahren wurden erste Versuche in der Schweiz und später in Deutschland unternommen. Unsere Optiken haben heute einen Durchmesser von 2 oder 4mm. Zur Beurteilung der meisten großen Gelenke reichen in aller Regel zwei kleine Hautinzisionen von unter einem Zentimeter Länge. Durch die Weiterentwicklung der Instrumente können immer mehr Operationen nun vollkommen arthroskopisch mit oft deutlich besseren Ergebnissen gegenüber der offenen Operation durchgeführt werden.

 

 

Vorteile der Arthroskopie

Neben dem kosmetischen Benefit gegenüber offenen Operationen sind deutlich kürzerer Rehabilitationszeiten bis zum Wiedereintritt ins Arbeitsleben und zur vollen sportlichen Belastbarkeit. Arthroskopische Operationen erlauben in aller Regel eine ambulante Durchführung. Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus ist nur noch in Einzelfällen, insbesondere bei schwer erkrankten Patienten nötig.


Kompliationsraten nach Arthroskopie

Die Komplikationsraten der ambulanten arthroskopischen Eingriffe sind sehr gering. Nach einer Auswertung des BVASK von über 15.000 arthroskopischen Operationen  war die Thrombose mit 0,43% die häufigste Komplikation. Ein Kniegelenksinfekt ist noch viel seltener.
Die niedrigen Komplikationsraten erklären sich durch die nur kleinen Hautschnitte bei der Arthroskopie. Ein wichtiger Parameter ist unsere kurze Operationszeit und somit die Erfahrung des Operateurs und seines Teams, welches ihm zuarbeitet.


Apparative Ausstattung

Herzstück unserer beiden hoch-modernen OP Türme sind die hoch auflösenden 3-Chip-Kameras, die ein extrem scharfes dreidimensionales Bild erzeugen. Dieses wird auf einem 17” Monitor erheblich vergrößert. Selbst kleinste Strukturveränderungen der Knorpeloberfläche kann mit diesem System erfaßt werden. Das System ist den normalen Standard Systemen deutlich überlegen.
Trotz erheblicher Sparzwänge im Gesundheitswesen sind wir stolz, unseren Patienten modernste Ausstattung und Medizinprodukte nicht vorent- halten zu müssen.

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