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Was versteht man unter Arthrose?

Für die Beweglichkeit eines Gelenkes ist die Gelenkflüssigkeit von entscheidener Bedeutung. Dort, wo zwei Knochen aufeinandertreffen, sorgt diese zähflüssige, elastische Flüssigkeit für reibungsfreies Aufeinandergleiten der Knorpelflächen. Ein wesentlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit ist Hyaluronsäure. Sie schmiert das Gelenk, dämpft Stöße und schützt die Knorpelflächen vor Abrieb. Im arthrotischen Gelenk kann die krankhaft veränderte Gelenkflüssigkeit diese wichtigen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Die Folge sind Schmerzen und immer stärker werdende Bewegungseinschränkungen. Heute gibt es die Chance diese Gelenkflüssigkeiten zu ergänzen oder zu ersetzen.


Verbesserung der Konsistenz der Gelenkflüssigkeit

Der Gelenkfüssigkeitsersatz mit Hyaloronsäure läßt sich am besten mit dem Begriff “Flüssigkeitsprothese” umschreiben. Durch die Injektion wird die arthrotisch veränderte Gelenkflüssigkeit wieder mit Hyaloronsäure angereichert.  Unebenheiten der Knorpeloberfläche werden ausgeglichen und dadurch ein leichteres Gleiten des Gelenkes ermöglicht. Die schmierende und stoßdämpfende Eigenschaft der Gelenkflüssigkei und der natürliche Schutz des Knorpels werden wieder normalisiert. Die positive Wirkung der Hyaloronsäuretherapie wurde durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.


Gelenkschmiere

Durch eine bessere Schmierung des Gelenkes wird die Geleitfähigkeit in den Gelenken erhöht und Stöße werden wieder besser abgedämpft. Somit normalisiert sich die Gelenkfunktion und Sie gewinnen mehr Bewegungsfreiheit.
Aufgrund des ausgezeichneten Schmiereffektes des von uns verwandten Präparates wird der mechanische Gelenkschutz verbessert und somit der Knorpel vor weiterem Verschleiß geschützt - lange über den Behandlungszeitraum hinaus.


Was können Sie von einer Therapie mit Hyaloronsäure erwarten?

Bei erfolgreichem Therapieverlauf können Sie mit einer Linderung der Schmerzen und oftmals sogar mit Schmerzbefreiung über mehrere Monate hinweg rechnen. Sie können das betroffene Gelenk wieder besser bewegen und schließlich normal belasten. Dies wirkt sich positiv auf die Bildung und Verteilung der körpereigenen Gelenkflüssigkeit aus. Die beste Voraussetzung für eine spürbare Verbesserung der Symptome.

Neuere Studien belegen nicht nur die Linderung der Beschwerden, sondern vielmehr bewirkt die Hyaloronsäure eine Verlangsamung der Arthrosezunahme.
Diese Form der Therapie kommt nur bei mittelschweren Arthrosen in Betracht. Bei schweren Arthrosen sind die Erfolgsausscihten dieser Therapie als gering einzustufen. In einigen Fällen ist es empfehlenswert, vor einer Injektionsserie mit Hyaloronsäure durch eine Arthroskopie Kniebinnenschäden, wie freie Gelenkkörper oder Meniskusschäden zu sanieren. In jedem Fall ist die Therapie der Arthrose individuell für jedes einzelne Gelenk im Rahmen einer Vorstellung in unserer Spezialsprechstunde abzustimmen.

 
Verträglichkeit und Sicherheitsprofil?

Das Präparat ist der körpereigenen Hyaloronsäure in der Gelenkflüssigkeit sehr ähnlich. Dabei wurde die Substanz so hoch konzentriert, daß sie gegenüber der arthrotischen Gelenkflüssigkeit deutlich bessere Eigenschaften aufweist - insbesondere bei Schmierung und Stoßdämpfung. Das Präparat ist frei von Konservierungsmitteln und zeichnet sich durch hervorragende Verträglichkeit aus.


Dauer der Behandlung

Die Behandlungsdauer muß individuell angepaßt werden. Bei Reizzuständen im Kniegelenk müssen zunächst diese behandelt werden. Im Anschluß erfolgen in der Regel 5 Injektionen mit dem Hyaloronsäurepräparat in einem Abstand von etwa einer Woche.


Kostenübernahme

Im Rahmen einer Untersuchung können wir einen individuellen Behandlungsplan erstellen. Sollten bereits aktuelle Röntgenbilder  (nicht älter als 1 Jahr) vorhanden sein, bringen sie diese bitte zu Ihrem Termin mit. Je nach Ausprägung der Arthrose kann die Dauer der Therapie und somit die hierbei entstehenden Kosten festgelegt werden.
 
Trotz des wissenschaftlichen Nachweises werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Die meisten privaten Kostenträger übernehmen die Kosten der Therapie aufgrund der nachgewiesennen Wirksamkeit komplett. Seit 2015 hat die Barmenia beschlossen keinerlei Hyaluronpräparate mehr zu erstatten.


Aktuelle Literatur und Studien zur Injektion von Hyaluronsäure:

Zum Lesen der folgenden Dokumente benötigen Sie den AcrobatReader, den Sie kostenlos im Internet laden können.

Literatur Hyaloronsäure

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie 02/2016

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